Laufzeit: 09/2026 - 01/2031
Darüber hinaus versteht sich RADIS als offenes Netzwerk, das unterschiedliche Perspektiven und Akteure zusammenführt und Raum für Austausch und Kooperation bietet.
Unser Begleitprojekt unterstützt die Forschenden der BMFTR-Förderlinie im Wissenstransfer. Wir sind unter anderem für diese Webseite verantwortlich und haben außerdem folgende Ziele:
Gemeinsame Veranstaltungen und regelmäßiger Austausch stehen im Mittelpunkt des Begleitprojekts. So schaffen wir methodische und empirische Synergien: In interdisziplinären Arbeitsgruppen diskutieren die Forschenden über einzelne Forschungsdesigns und Methoden, aber auch über die zentralen Konzepte des Forschungsfeldes.
Wir machen die Forschungsergebnisse für ein breiteres Publikum sichtbar: Die Aktivitäten der Projekte werden gebündelt und in eigens erstellten Filmen und Podcasts präsentiert. Weil der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis nicht früh genug beginnen kann, schaffen wir Zugänge zu verschiedensten Formaten und Plattformen.
Forschende verfügen oft nicht über die Ressourcen, ihre Erkenntnisse in Politik, Verwaltung und Sicherheitsbehörden zu tragen. Deshalb organisieren wir Dialoge mit Entscheidungsträger:innen in diesen Bereichen. Die Projekte werden außerdem dabei begleitet, die Ergebnisse gemeinsam mit der Fachpraxis in Leitfäden und Handreichungen zu übersetzen.

Das Peace Research Institute in Frankfurt am Main verfügt über eine langjährige Expertise zu Ursachen und Umgang mit Radikalisierung und politischer Gewalt, insbesondere in Bezug auf islamistischen Extremismus. Es ist das größte Friedens- und Konfliktforschungsinstitut in Deutschland und verknüpft seit seiner Gründung vor 50 Jahren exzellente Grundlagenforschung mit unabhängiger Politikberatung. Als Leibniz-Institut legt das PRIF einen Schwerpunkt auf Wissenstransfer und hat dafür im Jahr 2019 eine eigene Abteilung eingerichtet. Das Institut verfügt zudem über ein Berliner Büro, welches als Hub des Wissenstransfers in die bundespolitische Landschaft dient und auf deren etablierte Netzwerke und Formate das Begleitvorhaben zurückgreifen kann. Das PRIF setzte in dem Themenfeld „Radikaler Islam“ u.a. erfolgreich zwei äußerst sichtbare und vom BMBF geförderte Forschungs- und Wissenstransferprojekte um, namentlich Salafismus in Deutschland und Gesellschaft Extrem. Seit dem Jahr 2019 hat das PRIF zudem die Arbeit in den Themenfeldern „Radikalisierung und politische Gewalt“ und „Terrorismus“ durch die Einrichtung von Leibniz-Forschungsgruppen gebündelt, ausgebaut und in dauerhafte Strukturen überführt – und damit eine inhaltliche Plattform auch zur Durchführung dieses Begleitvorhabens geschaffen. Aktuell koordiniert das Institut den Forschungsverbund „PrEval – Evaluationsdesigns in der Extremismusprävention“.
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Das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld untersucht seit mehr als 20 Jahren die Grundlagen, Äußerungsformen und Folgen von Radikalisierung aus interdisziplinärer Perspektive. Wichtige Themen sind außerdem Vorurteile und Diskriminierung sowie Migration, Akkulturation und Integration. Der Fokus ist dabei auf empirische Analysen innergesellschaftlicher Konflikte ebenso wie auf die Koordination von umfassenden Netzwerken in Forschung und Praxis gerichtet. Das IKG führte bereits zahlreiche große Verbundprojekte in BMBF-Förderung mit Wissenstransfer-Komponenten durch – und greift bei RADIS auf seine Expertise in der Organisation und inhaltlichen Koordination verschiedener Veranstaltungsformate zurück. Als Herausgeber des International Journal of Conflict and Violence bietet es ein institutionalisiertes Publikationsformat für das Begleitvorhaben.
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Das Violence Prevention Network (VPN) mit Sitz in Berlin arbeitet seit 2001 mit politisch bzw. religiös ideologisierten Personen und deren Angehörigen. Neben der Deradikalisierung extremistisch motivierter Gewalttäter:innen hat das Team von VPN über Jahre eine bundesweit anerkannte Expertise im Bereich der Extremismusprävention erworben. Die Fachkräfte von VPN arbeiten u.a. in Justizvollzugsanstalten sowie eigenen Beratungsstellen und bieten Fortbildungen für Multiplikator*innen und Workshops für Jugendliche an. Parallel zu der praktischen Arbeit fördert VPN durch innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte die Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis – und verfügt daher für RADIS über eine einzigartige Schnittstellenfunktion, um die so wichtige Präventionspraxis mit verschiedenen Formaten des Wissenstransfers zu erreichen. Damit ermöglicht VPN den Forschungsprojekten neue Perspektiven und Zugänge.
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Die Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus (BAG RelEx) fördert und unterstützt die bundesweite Vernetzung von zivilgesellschaftlichen Akteuren, die sich für eine erfolgreiche und nachhaltige Prävention gegen religiös begründeten Extremismus engagieren. Mit rund 50 Mitgliedsorganisationen aus dem ganzen Bundesgebiet steht die BAG RelEx für die große Vielfalt an Ansätzen und Maßnahmen in der Präventionsarbeit von religiös begründetem Extremismus und spiegelt die langjährigen Erfahrungen im Arbeitsbereich wider.
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Die Hessische Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit (HöMS) ist die zentrale Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtung für die Polizei und Verwaltung im Land Hessen. Sie ist exzellent mit anderen Sicherheitsbehörden sowie polizeilichen Ausbildungseinrichtungen in ganz Deutschland vernetzt. Mit der Forschungsstelle Extremismusresilienz besteht an der HöMS eine in Deutschland einmalige, dauerhafte Forschungseinrichtung für die Schnittstelle Extremismusforschung und Sicherheitsbehörden. Die Forschungsstelle setzt einen besonderen Schwerpunkt auf Prävention und deren Evaluation.
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Der Legato Projektverbund bündelt Angebote der systemischen Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit sowie der Radikalisierungsprävention in Hamburg, Bremen und bundesweit. Die Projekte werden in Trägerschaft der Vereinigung Pestalozzi gGmbH und Ambulante Maßnahmen Altona e.V. umgesetzt. Als einer der prägenden zivilgesellschaftlichen Akteure der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit in Deutschland, unterstützen die Legato Projekte seit 2015 Klient*innen, ihr soziales Umfeld, Fachkräfte und Institutionen. Der Projektverbund ist außerdem eine wichtige Instanz für die Professionalisierung von Fachkräften.
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ufuq.de ist ein bundesweit aktiver Träger von Angeboten der politischen Bildung und Prävention im Bereich Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus. Der Verein arbeitet an der Schnittstelle von Praxis und Forschung, etwa in der Dokumentation und dem Transfer von Praxisansätzen in der Bildungs- und Jugendarbeit. ufuq.de verantwortet u. a. eine Online-Bibliothek mit Lernmaterialien, Arbeitshilfen und Handlungsempfehlungen zu den Themen Pädagogik und Prävention in der Migrationsgesellschaft sowie Online-Plattformen, die Hintergrundinformationen und Materialien zu besonders präventionsrelevanten Themen bündeln.
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