Eckdaten

Leitung:

  • Dr. Martin Kahl, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH), Hamburg
  • Dr. Julian Junk, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), Frankfurt/Berlin

Laufzeit: 09/2020 - 08/2024

Im Web

Projektpartner

  • Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH)
  • Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK)

Konfigurationen von gesellschaftlichen und politischen Praktiken im Umgang mit dem radikalen Islam (KURI)

Das Zusammen­spiel aus gesellschaft­lichen Anforderungen an den Staat und die Zivil­gesellschaft beleuchten - Probleme und Lösungsansätze erkennen 

Islamistisch motivierter Terrorismus und der radikale Islam rücken seit Jahren in den Fokus der Bet­rachtung der Medien, Politik und Gesellschaft. Doch wann wird welche Form von Gegen­maßnahme ergriffen? Diverse staat­liche und zivil­gesell­schaftliche Maß­nahmen gegen den radikalen Islam reichen von Prävention durch zivil­gesellschaft­liche Gruppen bis hin zu staatlichen Zwangs­maßnahmen. Doch obwohl beim Um­gang mit dem radikalen Islam immer auch Grund­fragen liberaler und pluraler Gesell­schaften angesprochen sind, mangelt es an Studien, die unter­suchen, welche Faktoren für diese Maß­nahmen bestimmend gewesen sind.

Ausgehend von dieser Forschungs­lücke untersuchen Wissen­schaft­lerinnen und Wissen­schaftler des Instituts für Friedens­forschung und Sicherheits­politik an der Universität Hamburg (IFSH) und das Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konflikt­forschung (HSFK) das Spannungs­feld im Umgang mit dem radikalen Islam – und beziehen auch rechts­populistische und rechts­extreme Dynamiken in ihre Analyse mit ein. Ziel ist das Zusammen­spiel aus gesellschaft­lichen Anforderungen an den Staat sowie an zivil­gesellschaftliche Einrichtungen einerseits und den Problem­wahrnehmungen, Problem­definitionen, Lösungs­konzepten und -praktiken von Politik, Verwaltung, Sicherheits­behörden und zivil­gesellschaftlichen Gruppen andererseits in diesem Phänomen­feld zu beleuchten. Das Vorhaben möchte Politik und Gesellschaft unter­stützen, grundlagen­basierte und praxis­relevante Antworten zum Umgang mit dem radikalen Islam in Deutschland und Europa zu finden.