Eckdaten

Leitung:

  • Prof. Dr. Sabrina Zajak, Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZiM), Berlin
  • Dr. Mirjam Weiberg-Salzmann, Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZiM), Berlin
  • Laufzeit: 01/2021 – 12/2023

Im Web

Projektpartner

  • Centrum für Religion und Moderne, Universität Münster (Website)
  • Institut für Soziale Bewegungen, Ruhr-Universität Bochum (Website)

Aktuelle Publikationen

  • Sponholz, Liriam (2021): Hass mit Likes: Hate Speech als Kommunikationsform in den Social Media, in: Wachs, Sebastian/Koch-Priewe, Barbara/Zick, Andreas (Hg.): Hate Speech - Multidisziplinäre Analysen und Handlungsoptionen. Theoretische und empirische Annäherungen an ein interdisziplinäres Phänomen (15-38), Springer Verlag, Wiesbaden, DOI: 10.1007/978-3-658-31793-5_2. [Download]
  • Sponholz, Liriam (2021): Die (Deutungs-) Macht des Öffentlichen. Wie Medien Leitideen und Geltungsansprüche durchsetzen, in: Metzler, Barbara/Himmelsbach, Julia/Bertel, Diotima/Schmid, Daniela/Grohs, Nora/Nigitsch, Phillipp (Hg.): (Deutungs-)Macht des Öffentlichen (17-32), danzig & unfried, Wien.
  • Sponholz, Liriam (2021): Hate Speech and Deliberation: Overcoming the “Words-That-Wound” Trap, in: Pérez-Escolar, Marta/Noguera-Vivo, José Manuel (Hg.): Hate speech and polarization in participatory society (49-64), Routledge, London, DOI: 10.4324/9781003109891.

Vom Rand in die Mitte (RaMi)

Rechtspopulistische Deutungen des (radikalen) Islams als gesellschaftliche Herausforderung in Deutschland, Europa und beyond

Im Zentrum des Forschungsinteresses steht der Zusammenhang zwischen dem Aufstieg rechtspopulistischer Bewegungen und (radikal-)islamischen Strömungen sowie in der Folge die Auswirkungen auf die westlich-liberale Demokratie. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass in der Auseinandersetzung mit dem Islam Bedrohungsängste und Verunsicherung - zunehmend auch bei den etablierten Akteuren - vorherrschend sind. Dabei kommt dem Rechtspopulismus in Deutung und Prägung des Diskurses über „den Islam“ in Deutschland, Europa und im transatlantischen Raum eine zentrale Rolle zu. Bestehende Untersuchungen berücksichtigen bisher nicht systematisch die Frage, ob, wie, unter welchen Bedingungen und in welche Richtung sich der öffentliche Gesamtdiskurs durch die populistische Deutung und Verknüpfung von nationaler Identität, (muslimischer) Migration und Islam verändert hat und inwiefern dies auf die liberale Demokratie selbst zurückwirkt. Der Einfluss und die Rolle etablierter religiöser Akteure wie der großen christlichen Kirchen werden dabei gesondert berücksichtigt. Einerseits wehren sich die etablierten Institutionen gegen eine Instrumentalisierung der Religion, andererseits kooperieren bestimmte Teilgruppen mit populistischen Akteuren. Inwiefern zudem der beschleunigte Prozess der Medialisierung der Politik, die strategische Nutzung der modernen Massenmedien durch die Populisten und die Funktionslogik der Medien selbst das gegenwärtige Bild des Islams prägt, soll hier erstmalig anhand eines innovativen Methodendesigns im europäischen Länder- und Zeitvergleich untersucht werden.