Eckdaten

Leitung:

  • Prof. Dr. Margit Stein, Universität Vechta
  • Prof. Dr. Mehmet Kart, IU Internationale Hochschule, Hannover

Laufzeit: 11/2020 - 10/2024

  • TP 1: IU Internationale Hochschule Hannover, Fachbereich Soziale Arbeit
  • TP 2: Universität Vechta, Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik im Fachbereich Erziehungswissenschaften

    Praxispartner

    • Kompetenzzentrum für Deradikalisierung und Extremismusprävention (KODEX) (Website)
    • Senat für Inneres, Bremen (Website)
    • Effect gemeinnützige GmbH, Verbund selbstorganisierter Sozialprojekte und Beratungseinrichtungen, Bremen (Website)
    • Modellprojekt al-Etidal, Schura Bremen (Website)
    • Rat muslimischer Studierender und Akademiker (RAMSA) (Website)

    Aktuelle Publikationen

    • Von Lautz, Yannick/Bösing, Eike/Stein, Margit/Kart, Mehmet (2022): Die Bedeutung der Schule für die Prävention von islamistischer Radikalisierung und Deradikalisierung. In: Infodienst Radikalisierungsprävention. [Download]
    • Zimmer, Veronika/Stein, Margit/Kart, Mehmet/von Lautz, Yannik/Bösing, Eike/Ayyildiz, Caner (2022): Gesellschaftliche Ursachen des radikalen Islam. IU Discussion Papers Sozialwissenschaften. 2 (1), 1-24. [Download]
    • Stein, Margit/Zimmer, Veronika/Kart, Mehmet/Rother, Petra/von Lautz, Yannik/Bösing, Eike/Ayyildiz, Caner (2021): Der islamische Religionsunterricht als Mittel der Radikalisierungsprävention, in: IUBH Discussion Papers Sozialwissenschaften. 5, 1-20. [Download]

    Strukturelle Ursachen der Annäherung an und Distanzierung von islamistischer Radikalisierung (Distanz)

    Entwicklung präventiv-pädagogischer Beratungsansätze

    Das Projekt „Distanz“ beschäftigt sich mit der Fragestellung, welche individuellen und strukturellen Faktoren Deradikalisierungs- und Distanzierungsprozesse beeinflussen. Mit Hilfe von Interviews werden dafür die Erfahrungen von Praktiker:innen aus Beratungsstellen der Präventionsarbeit erhoben. Besonders interessant ist dabei ihr Wissen zur Entstehung von Radikalisierung (Annäherungsprozesse) bei jungen Menschen, aber besonders, zur gelungenen Distanzierung von islamistischem Extremismus. Ergänzend dazu analysiert das Projekt Biografien von inzwischen deradikalisierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen

    In einem zweiten Schritt erforscht Distanz, welche pädagogischen Präventionsmaßnahmen oder -projekte besonders erfolgreich sind, um Radikalisierung entgegenzuwirken und Distanzierung zu fördern. Im Fokus der Forschung stehen strukturelle Ansätze, die im Kontext der Familie, in Schulen, Arbeitsstätten und in (religiösen) Einrichtungen angewendet werden können. Das Projekt Distanz begleitet und evaluiert dazu zwei Präventionsmaßnahmen. Es sichtet und systematisiert darüber hinaus bisherige Ansätze und Angebote der Deradikalisierungsarbeit. Außerdem führt es quantitative Erhebungen durch, um im Sozialraum Schule die Bedarfe und Herausforderungen von Lehrkräften und Sozialarbeiter:innen zu erfassen.

    Gemeinsam mit Praxispartner:innen erarbeitet Distanz anhand der Forschungsergebnisse  neue Modelle, Fortbildungen und pädagogische Präventionsansätze. So werden neben Präventionsmaßnahmen für Beratungsstellen und Sozialarbeiter:innen auch Unterrichtskonzepte für interessierte Lehrkräfte entstehen. Die entwickelten Workshops und Konzepte sollen praxisnah ausgestaltet sein. Die Ergebnisse fließen außerdem in eine Handreichung für die Präventionsarbeit.


    Film "Das Projekt Distanz" | Länge 2"01' | Realisation Ute Seitz // Philipp Offermann | HSFK 2021

    Womit beschäftigt sich das Projekt Distanz gerade? Zum Projekttreffen im November 2021 in Vechta berichtet Prof. Dr. Mehmet Kart anekdotisch von ersten Erkenntnissen, den Projektzielen und Chancen für die Präventionspraxis, die sich aus seiner Forschung ergeben könnten. Mehr lesen ...