Eckdaten

Leitung:

  • Prof. Dr. Margit Stein, Universität Vechta
  • Prof. Dr. Mehmet Kart, IU Internationale Hochschule, Hannover

Laufzeit: 11/2020 - 10/2024

Aktuelle Publikationen

  • Kart, Mehmet/Stein, Margit/von Lautz, Yannik/Bösing, Eike/Zimmer, Veronika/Rother, Petra/Ayyildiz, Caner (2021): Zum Stand der Radikalisierungsprävention im Phänomenbereich des Islamismus, in: IUBH Discussion Papers Sozialwissenschaften. 5, 1-14. [Download]

Strukturelle Ursachen der Annäherung an und Distanzierung von islamistischer Radikalisierung (Distanz)

Entwicklung präventiv-pädagogischer Beratungsansätze 

Das Verbundprojekt „Strukturelle Ursachen der Annäherung an und Distanzierung von islamistischer Radikalisierung – Entwicklung präventiv-pädagogischer Beratungsansätze (Projekt „Distanz")" besteht aus zwei Teilprojekten an zwei Standorten:

Teilprojekt I: Standort IU Internationale Hochschule am Campus in Hannover, Fachbereich Soziale Arbeit

Teilprojekt II: Standort Universität Vechta, Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik im Fachbereich Erziehungswissenschaften

In enger Zusammenarbeit der beiden Standorte werden im Verbundprojekt zwei Arbeitspakete bearbeitet. Das Projekt Distanz zielt in der ersten Arbeitsphase darauf ab, mit Hilfe qualitativer Interviews mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie Praktiker*innen aus themenrelevanten Beratungsstellen die Prozesse der Annäherung sowie der gelungenen Distanzierung von islamistischer Radikalisierung umfassend wissenschaftlich herauszuarbeiten (AP I). In der zweiten Arbeitsphase werden anhand der wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der qualitativen Untersuchung gemeinsam mit Praxispartner*innen neue Modelle, Fortbildungen bzw. präventiv-pädagogische Ansätze auf sekundärer und tertiärer Ebene für Beratungsstellen und weitere Akteur*innen im Feld erarbeitet, um Distanzierung zu unterstützen. Das Projekt beschäftigt sich somit praxisbezogen mit der Fragestellung, wie Radikalisierungstendenzen von jungen Menschen in einem frühen Stadium festgestellt und welche präventiv-pädagogischen Maßnahmen/Projekte auf primärer, sekundärer und tertiärer Ebene – insbesondere in struktureller Hinsicht in Familien, Schulen, Arbeitsstätten und in (religiösen) Einrichtungen – erfolgreich eingesetzt werden können, um Radikalisierung entgegenzuwirken und Distanzierung zu befördern. Hierzu wird auch ein Ansatz der Radikalisierungsprävention vertieft wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Darüber hinaus werden Unterrichtskonzepte und Lehrkräftefortbildungen für Schulen zur präventiv-pädagogischen Arbeit entwickelt (AP II). Die mehrstündigen praxisnahen Workshops und Fortbildungen richten sich an interessierte Lehrkräfte. Im Arbeitspaket II wird nicht nur auf die Ergebnisse der Projektphase I zugegriffen, sondern es findet eine zusätzliche Sichtung bisheriger Ansätze und Angebote der Deradikalisierung statt, welche systematisiert und hinsichtlich der Übertragbarkeit auf das Projekt geprüft werden. Dies gilt sowohl für die Fortbildungen und Workshops als auch die Handreichung, die den Praktiker*innen zur Verfügung gestellt wird.